Eindrücke

21. Oktober 2013

Erfolgreiche Abschlussveranstaltungen auf dem Flughafen Frankfurt Hahn

Aus allen fünf Architekturfakultäten des Landes waren Studierende zum Symposium „Flughäfen in der Provinz. Frankfurt Hahn 2050“ mit Bussen angereist, um über die Zukunft insbesondere der ländlichen Regionen mit hochkarätigen Vertretern der Architekturszene, des Luftverkehrs und anderer Wissenschaften zu diskutieren.

Der Tagungsort war bezeichnend für die Ergebnisse des Symposiums: Noch steht die Halle 501C auf dem Flughafen Hahn leer, doch kreative Umnutzungen könnten sie zum idealen Raum für Konferenzen und Workshops transformieren. Grundvoraussetzung ist allerdings ein Miteinander auf allen Ebenen – Partizipation lautet das Stichwort. Ob nun Roland Gruber aus Österreich oder Carlos Arroyo aus Spanien berichteten, ihre erfolgreichen Planungen basierten alle auf diesem Prinzip. Das Einbeziehen verschiedenster Gesellschaftsgruppen führe zu überraschenden Lösungen, die sich zum lebendigen Mittelpunkt der Regionen entwickelten.

Voraussetzung für diese Ansätze ist allerdings, mit bekannten Gewohnheiten zu brechen. Beispielgebend sind sowohl die Erfolgsgeschichte des niederländischen Büros MVRDV, die Jacob van Rijs in seinem Abendvortrag präsentierte, als auch die Umbauten unter Leitung von Christof Rösch im schweizerischen Engadin. Letztere zeigen zudem, wie kulturelle – zudem mobile – Angebote die Attraktivität der ländlichen Regionen steigern.

Auch politisch prominent war die Fachtagung besetzt: Finanz- und Bauminister Dr. Carsten Kühl eröffnete, Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßte am darauffolgenden Tag. Dr. Kühl betonte die Bedeutung des Hochschulprojektes für das Baukultur-Netzwerk des Landes. Denn erstmals seien hier alle Architekturfakultäten aktiv eingebunden. Als erfrischend bezeichnete die Ministerpräsidentin den Kreis der Tagungsteilnehmer, der den Blick für neue Ideen und Inspirationen öffne. Gespannt werde sie auf das schauen, was die Studierenden für den Flughafen und seine Region im anschließenden Workshop entwickeln.

Die im Workshop entwickelten Zukunftsszenarien – mit und ohne Flughafen – zeigen nicht nur Lösungsansätze, sondern verleihen der Region ein gänzlich neues zukunftsträchtiges Image. Die Ergebnisse des Workshops sowie jene zuvor entstandenen des gesamten „Projekt Rheinland-Pfalz“ werden im Rahmen der Wanderausstellung „Projekt Rheinland Pfalz. Architektonische Potentiale“ an verschiedenen Orten gezeigt. Erste Station ist vom 13. bis 29. November 2013 das Zentrum Baukultur. Die Eröffnung findet am 12. November um 18.30 Uhr statt.